Thermenfreuden unter Tannen

Therme
Therme Bad Teinach Januar 2020

Für mich gibt es nichts Schöneres, als im neuen Jahr in das heilende Wasser einer Schwarzwaldtherme einzutauchen und dabei draußen die frische Tannenluft zu genießen. Baden-Württemberg, so war jetzt auf der CMT, der weltweit größten Touristikmesse in Stuttgart zu hören, ist das Bäderland Nummer eins.

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Mußestunden am Neckar mit Rottenburger Köpfen

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Haus am Nepomuk im Dezember 2019

Der Heilige Sankt Nepomuk wacht in Rottenburg seit der Barockzeit über dem Neckar und hat nun Unterstützung von 24 Kindern bekommen, die sich nach und nach den Passanten präsentieren. Bekannt ist das Haus am Nepomuk für seinen gleichnamigen Verlag, und der Verleger Ernst Heimes hat es mit Unterstützung eines jungen Medientechnikers zu einem Adventshaus mit strahlenden Kinderaugen umgestaltet. In diesen Dezembertagen präsentiert der Verlag nun auch seinen zweiten reich bebilderten Band mit dem Titel Geschichten aus dem alten Rottenburg, in dem die Autorin Ursula Kuttler-Merz eine große Auswahl ihrer Schwäbischen Tagblatt-Geschichten zusammengestellt hat. Weiterlesen „Mußestunden am Neckar mit Rottenburger Köpfen“

Auf Spurensuche: Künstlerinnen in Montparnasse

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Friedhof Montparnasse – am Grab von Agnès Varda

Création, inspiration et partage war das Motto der großen Filmemacherin und Fotografin Agnès Varda: Kreation, Inspiration und Teilen. Inspiriert war sie bis zu ihrem Tod im März diesen Jahres, die „Großmutter der Nouvelle Vague“, wie sie auch genannt wurde (sie selbst sah sich eher als Visual-Art-Künstlerin). Agnès Varda war eine der Schlüsselfiguren des modernen Films und erhielt 2017 den Ehrenoscar für ihr Lebenswerk. Im Februar war sie noch auf der Berlinale und Ende März ist sie, 90-jährig, für immer gegangen.  Weiterlesen „Auf Spurensuche: Künstlerinnen in Montparnasse“

Der Weg ist das Ziel: durch den Schönbuch nach Bebenhausen

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Nach einer ziemlich langen Zugfahrt quer durch Deutschland nach Hause habe ich beschlossen, am nächsten Morgen zu einer ausgedehnten Wanderung in den Naturpark Schönbuch zu starten, um meinen Gehapparat wieder in Schwung zu bringen. Nie wäre mir in  den Sinn gekommen, mich einer wie auch immer gearteten Wandervereinsgruppe anzuschließen mit dem Ziel, 23 Kilometer nach Bebenhausen bei Tübingen zu wandern. Aber eigentlich war auch nicht das Ziel in meinem Kopf. Eher der Weg als Ziel und vielleicht, so dachte ich, mache ich doch alles anders als geplant. Kein Druck, immer mit der Idee der spontanen Entscheidungsfreiheit. In meinem eigenen Rhythmus, mal schlendern, mal schneller, aber nie im Walking-Stechschritt, mal hie und da im schönen Goldersbachtal verweilen, mir die Schilder in die verschiedenen Richtungen zu Gemüte führen, das würde  mich ganz offen an eine so lange Strecke herangehen lassen. Ja, die Wegschilder in die verschiedenen Richtungen würden mir die Freiheit geben, vielleicht doch lieber einen Haken in eine andere Richtung zu schlagen. Wie der Hase, den ich im Frühjahr auf der Dachteler Heide durch eine gelbe Löwenzahnwiese springen sah.

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Schöne Aussichten im August

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Mehr Sommer geht nicht mehr. An manchen Tagen gehe ich diesen Weg von dem Ort, in dem ich wohne, nach Herrenberg, um den Blick auf die Schwäbische Alb und die Stiftskirche mit Schlossberg zu genießen. Dort oben läuft jetzt, im August, das Sommernachtskino und es scheint, als ob die Sonnenblumen auf dem Feld vor Kuppingen Teil der Zuschauergemeinde seien. Die Stiftskirche blickt derweil mit der Gelassenheit eines Buddhas in die Landschaft und hat die Wurmlinger Kapelle zwischen Tübingen und Rottenburg im Seitenblick. Die Glucke im Gäu wird sie auch genannt – zu Recht, wie ich meine. Der Aufstieg an der Kirche vorbei zum Schlossberg wird belohnt mit einer phantastischen Aussicht (bis Oktober hat auch das Schlossbergcafé geöffnet). Wer danach noch eine gute halbe Stunde weiter wandert und noch höher hinaus möchte, sieht den Naturpark und die Ausläufer des Schwarzwalds auf dem Schönbuchturm aus der Vogelperspektive.

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Schönbuchturm Herrenberg Foto: Minh Ong

 

Blick auf den Säntis

An der Strandpromenade in Überlingen
An der Strandpromenade in Überlingen

Juli 2019

Unter einem Baum am Wasser zu sitzen ist für mich bei sengender Sonne eine wahre Wohltat. In Überlingen am Bodensee, wo ich im Frühjahr und Herbst gerne mal ein Wochenende verbringe, ist es mir aber momentan zu schwül und zu heiß. Und anscheinend ging es schon der Dichterin Anette von Droste-Hülshoff vor 200 Jahren so, als sie die Sommer in Meersburg, unweit von Überlingen, bei ihrer Schwester und deren Familie verbrachte. Der Blick auf den schneebedeckten Säntis war ihr Trick, um sich abzukühlen (wahrscheinlich war ihr das schwäbische Meer zu warm, oder war Baden zu der damaligen Zeit in ihren Kreisen nicht angesagt). Und so denken wir uns den Konjunktiv in Anettes letzter Strophe vom Sommer einfach weg und tauchen mal ein in das Bild des schneebeckten Säntis als Mentaltrip für einen kühlen Kopf.

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Sommeridylle in Kloster Kirchberg

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Pfingsten in Kloster Kirchberg (Foto: Ursula Kuttler-Merz)

Blaue und gelbe Lilien, die selbstbewusst und majestätisch die Ruhe des Ortes unterstreichen: In der Anlage des Kloster Kirchberg sind es die blauen und dunkel violetten, an den Weihern unterhalb der Klosteranlage malen die gelben Wasserlilien eine Sommeridylle. Zu hören ist nur das Zirpen der Grillen und Quaken der Frösche. Schöne Rundwege gibt es hier, zwischen Alb und Schwarzwald, und nicht weit am Horizont thront erhaben das alte Preussen-Schloss Hohenzollern, das die Kulisse der Landschaft bestimmt.

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Mir träumte, ich wär ein Schmetterling…

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Aurorafalter und Wiesenschaumkraut im Wald bei Kloster Kirchberg

Gestern Nacht träumte ich, ich wär ein Schmetterling
und flog von Blume zu Blume.
Da erwachte ich und siehe:
Alles war nur ein Traum.
Jetzt weiß ich nicht:
Bin ich ein Mensch der träumte,
er sei ein Schmetterling,
Oder bin ich ein Schmetterling,
der träumt, er sei ein Mensch….

Gestern Nachmittag ging ich mit einer Freundin im Wald spazieren. Es war kein Traum, zumindest nicht in der Realität, in der wir leben. Und obwohl es der 1.Mai war, wurden wir anfangs nicht von Wanderern und Waldrandalierern, sondern von kleinen, freundlichen Schmetterlingen begleitet, deren Farbe wie eine leckere Mischung aus Vanille- und Mango-Eis war.

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Blütenzauber im Streuobstparadies

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18. April 2019

Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land

Die wunderbare Streuobstlandschaft am Schönbuchtrauf zwischen Herrenberg und Tübingen dürfte auch dem schwäbischen Dichter Eduard Mörike bekannt gewesen sein. Es grünt und blüht und sprießt. Blütenzauber in saftigen Wiesen soweit das Auge reicht. Jetzt, im Frühjahr, öffnen sich hier nacheinander die Knospen der Kirsch-, Apfel- und Zwetschgenbäume. Der Panoramaweg zwischen Mönchberg und Kayh hat es mir besonders angetan. Weiterlesen „Blütenzauber im Streuobstparadies“

Mandelblüte auf Mallorca

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Spaziergang von Antratx nach Port d´Antratx während der Mandelblüte

Februar 2019

Mallorca, der Deutschen Lieblingsinsel, war für mich bislang immer mit den üblichen negativen Klischees behaftet, und ich hatte keine Lust, dort Urlaub zu machen. Zumal ich sowieso nicht gerne fliege – nur in Ausnahmefällen. Das letzte Mal 2013 zum Weltsozialforum nach Tunis und jetzt war der Ausnahmefall dieser: eine Freundin schlug mir vor, unsere Geburtstage (beide im Februar) während der Mandelblüte auf Mallorca zu verbringen. Und Mandelblüte hört sich für mich besser an als Ballermann. Weiterlesen „Mandelblüte auf Mallorca“