Die Welt der Sprache

ApothekenstaffelDie Schreibschwestern schmücken in Herrenberg die Apothekenstaffel mit lyrischen Texten

Eine neue Sprache, eine „Fremdsprache“ zu erlernen, bedeutet auch, den Zugang zu einer neuen und anderen Welt zu bekommen, den eigenen Horizont zu erweitern und das Herz zu öffnen. Aber auch die eigene Sprache, die „Muttersprache“ erschließt sich manchmal  in erstaunlichen, unbekannten Facetten: bei einer guten Lektüre oder beim Schreiben von Tagebüchern, Briefen und Gedichten. Sprache und Denken sind aufs Innigste miteinander verknüpft. Und so ändert eine andere Sprache auch die Sicht auf die Welt und fügt dem, was vorhanden ist, eine neue, inspirierende Sichtweise hinzu.

Diese Erfahrung möchte ich weitergeben: als Botschafterin der französischen Sprache und als Botschafterin meiner Muttersprache. Beide Sprachen leben in mir und ergänzen sich wunderbar. Die nachfolgenden Workshops und Trainings führe ich aktuell durch. Es sind Sprachtrainings und Schreibwerkstätten, in denen experimentiert werden darf. Multilingualität als Chance, die Welt mit all ihren Unterschieden, aber auch ihren Gemeinsamkeiten wahrzunehmen und in den Dialog zu treten. Oder im geschriebenen Wort auch sich selbst ein bisschen besser kennen zu lernen.

Interkulturelle Schreibwerkstatt 2020/21

StuttgarterZeitung24.11.20

Quelle: Stuttgarter Zeitung, 24.November 2020

Santina Feedback
Feedback einer Teilnehmerin

Von Oktober 2020 bis Juli 2021 fand die interkulturelle Schreibwerkstatt mit neun Frauen, die ihre Wurzeln in der Türkei, Italien, dem Iran, Vietnam, Rumänien, Marokka und Portugal haben, im Herrenberger Klosterhof und via Zoom statt. Sie haben sich selbst nun den Namen Schreibschwestern gegeben.

In der Schreibwerkstatt durfte ausprobiert und experimentiert werden: Biografisches, Kurzgeschichten, Haikus und Pantuns, Lyrisches und Alliterationen, aber auch Übersetzungen aus der Muttersprache. Es ging vor allem darum, schöpferisch und spielerisch mit Sprache umzugehen. Um die Kopf-Hand-Verbindung optimal zu nutzen, wurde von Hand geschrieben.

Gerade in Krisenzeiten ist Schreiben sehr hilfreich: Schon in der Antike wusste man um die Kraft des geschriebenen Wortes. Der Akt des Schreibens war dafür bekannt, „die Seele des Menschen zu reinigen“.

Beim Schreibwettbewerb des Kreisseniorenrats Böblingen 2021 zum Thema „Krise-bewältigt?!“ hat Elena Lenz den Preis des Gäuboten für ihren Beitrag „Wende dein Gesicht der Sonne zu“ erhalten. Sie beschreibt darin ihre Depression.

Der Kurs fand einmal im Monat bis Sommer 2021 statt. Abschließend werden die Beiträge der Teilnehmenden in einem Leseheft gewürdigt. Gefördert wird der Kurs durch die Integrationsarbeit der Stadt Herrenberg im Bereich Sprache und Bildung.

www.herrenberg.de/schreibwerkstatt

Interkulturelle Schreibwerkstatt 2019

Geschichten, die das Leben schreibt 

Beim Abschluss des Runden Tischs der Nationen lauschten rund 40 Zuhörende gespannt den Geschichten von Minh Ong, Fariba Amin und Elena Lenz. Deutsch ist zwar nicht ihre Muttersprache, sie leben und arbeiten aber schon seit Jahrzehnten in Deutschland, haben hier studiert und zum ersten Mal ausprobiert, wie es ist, die eigene Geschichte auf deutsch zu formulieren und darin Gefühle auszudrücken: Gefühle über Heimat und Identität, über schöne Momente des Lebens, über Liebe und Loslassen müssen. Die Texte der drei Frauen entstanden innerhalb der Interkulturellen Schreibwerkstatt, die nun ebenfalls zu Ende gegangen ist. Der Kurs wurde aus dem Projektepool der Stadt Herrenberg gefördert in Kooperation mit dem Evangelischen Jugendwerk Herrenberg und dem Türkischen Arbeitnehmerverein. Geleitet wurde die Schreibwerkstatt von der Sprachdozentin und Journalistin Ingrid Kahlig.

Elena Lenz, die der aromumischen Minderheit in Rumänien angehört, hat neben ihrem Text zwei selbst komponierte Lieder auf englisch und aromunisch vorgetragen. Für ihren Text „Überall und Nirgendwo“ erhielt sie im Oktober einen Preis des Seniorenrats Althengstett, für einen weiteren Text einen Preis der Pforzheimer Stiftung „Mit Herz und Hand“. Ihre Kindheit in Teheran beschreibt Fariba Amin in einem lyrischen Beitrag über Heimat und Familie, der ebenfalls ausgezeichnet wurde. Sie lebt mit ihrem Mann in Herrenberg und ist in drei Kulturen zu Hause: der deutschen, der persischen und der amerikanischen. Ming Ong, gebürtige Vietnamesin und geflüchtet mit den Boat-People in den 70er Jahren, hat für ihren Beitrag „Viele Wege führen ins Leben“ den Sonderpreis des Gäuboten beim Schreibwettbewerb des Kreisseniorenrats Böblingen erhalten. Die Gleichstellungsbeauftragte Birgit Kruckenberg-Link, die den Runden Tisch der Nationen nun mit der Lesung der Preisträgerinnen abschliesst, bedankte sich bei allen Anwesenden für die Projekte, die in den letzten 10 Jahren durchgeführt werden konnten und bat sie, diese nachhaltig weiterzuentwickeln. Wer beim Leseabend nicht dabei war und nun neugierig geworden ist auf die Geschichten der Schreibwerkstatt darf sich freuen: Ein Leseheft, gefördert vom Gleichstellungsbüro, soll es Anfang des Jahres geben.

Quelle: Amtsblatt Herrenberg, 19.12.2019

Hier geht’s zum Download des Leseheftes:
http://www.ejw-herrenberg.de/schreibwerkstatt

Lesung4.12.19

Sind Sie interessiert an einer Schreibwerkstatt für Ihre Institution, Ihren Verein oder Ihre Klinik? Ich schicke Ihnen gerne unverbindlich ein Konzept zu!

Sprachtrainings in Firmen

Ich führe Sprachtrainings in Deutsch als Fremdsprache (DaF) auch für Einzelpersonen in Firmen durch: alle Levels des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (GER) von A1 bis C1.

Schreibwerkstatt1

Bienvenue à l´atelier de français –
Willkommen in der Französisch-AG!

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An der Waldorfschule Böblingen sowie an der Grundschule Herrenberg – Gültstein
gibt es die Möglichkeit, in einer Französisch-AG spielerisch die Sprache und
Kultur unserer französischen Nachbarn kennenzulernen – mit Alltagsdialogen, Gedichten, Liedern und Landeskunde.

Eine Französisch-AG hat auch zum Ziel, Kinder für die Sprache und Kultur unseres Nachbarlandes zu sensibilisieren und den europäischen Gedanken in die kommende Generation weiter zu tragen.

Coronabedingt sind die Französisch-AGs ausgesetzt.

Waldorfschule Böblingen: von September 2014 bis Juli 2019

Grundschule Gültstein (für Kinder der 3. und 4. Klasse):

Von Februar 2018 bis März 2020 (gefördert vom Partnerschaftsausschuss und dem Ortschaftsrat Gültstein)

Bei Partnerschaftstreffen zwischen Amplepuis und Gültstein
haben die Kinder die Möglichkeit, das Gelernte unter Beweis zu stellen und französische Freundschaften zu knüpfen. Im Mai 2022 wird das 50-jährige Jubiläum der Partnergemeinden Gültstein-Amplepuis nachgefeiert. Das atelier de francais wird dabei sein.

Voyage, voyage – Paris et les femmes 

Varda_rue de Rennes

Agnès Varda in der rue de Rennes in Paris – aufgenommen von Sylvie Doinet.
Agnès Varda s´en va – Agnes Varda geht – so könnte das Bild auch umschrieben sein.
Die große Filmemacherin und Pionierin der Nouvelle Vague ist Ende März 2019
im Alter von 90 Jahren in Paris verstorben.

Frauenkulturreise nach Paris
Auf den Spuren großer Frauen fand vom 27. bis 29.09. 2019 eine Frauenkulturreise von engagierten Herrenbergerinnen nach Paris statt: Frauen aus der Kommunalpolitik, dem Gleichstellungsbüro, Wissenschaft und Kultur machten sich auf Spurensuche von Simone de Beauvoir, Agnès Varda und
George Sand.

Dr. Anne Schmidt, Wahlfranzösin, Theaterwissenschaftlerin (Le Miroir de l´Autre. Théatre de femmes et Migration) führt mit einem speziell weiblichen Blick durch ihr Viertel und durch Paris:

Künstlerinnnen in Montparnasse

Bei Interesse für 2022 Anmeldung über Kontakt.

ParisGare
Engagierte Herrenberger Frauen vor dem Gare de l´Est in Paris – mit dem TGV nur knapp 4 Stunden ab Stuttgart