Das neue Jahr startet mit einem Gewinn

 

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17. Januar 2019

Welche Überraschung! Diese Woche war ich auf der CMT, der weltweit größten Publikumsmesse für Tourismus und Freizeit in Stuttgart und durfte prompt einen Gewinn mit nach Hause nehmen. Beim Quiz der DB, das ich jedes Jahr mit Andreas Kegreiß, Vorstandsmitglied von PRO BAHN Baden-Württemberg besuche, habe ich richtig geraten: Acht mal täglich fahren ICE und TGV von Stuttgart, München und Frankfurt nach Paris. Allerdings war mein Gewinn keine Fahrt in die Stadt der Liebe, sondern zwei Tagestickets für das Badeparadies Titisee. Obendrauf gabs auch noch Bahntickets im Wert von 40 Euro. Da Bahnfahren sowieso zu meinem liebsten Fortbewegungsmittel gehört, freue ich mich natürlich besonders darüber. Und auch Andreas hatte – allerdings nur fast – Glück: Er kam in die Endausscheidung für ein Wochenende am Starnberger See. Zum Schluss entschied das Los. Er hat wohl schon geahnt, dass sein Wissen dem Zufallsgenerator unterlegen sein würde. Als Trostpreis gabs allerdings ein Nackenkissen der DB für ein Power-Nap im Zug. Für seine wertvollen Tipps bin ich Andreas immer sehr dankbar, vor allem was Fahrgastrechte und günstige Fahrten angeht!

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Ein Wintertag im Beaujolais Vert

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Bin ich hier in Frankreich oder im Schwarzwald? In den Herbstferien habe ich meine Freundin Pascale im Beaujolais Vert, 65 Kilometer südwestlich von Lyon besucht. Der lac des sapins, der See der Tannen und sein Örtchen Cublize waren Ende Oktober komplett eingeschneit. Ein abrupter Wintereinbruch, angekündigt mit alerte orange, einer hohen Unwetterwarnung, 24 Stunden kein Strom, Bäume, die unter der schweren Last des Schnees zusammenbrachen, der Verkehr auf den Straßen ebenso. Am Abend des Schneegestöbers, kurz nach meiner Ankunft, haben wir es uns mit Kerzen im französischen Landhaus gemütlich gemacht und es mit einer c´est la vie Haltung hingenommen. Am nächsten Tag war Schneeschippen und Baumschnitt angesagt. Quelle surprise, welche Überraschung, als das Licht am Abend wieder anging und die Sonne am Nachmittag den Schnee schmelzen ließ! Ich habe mal wieder gemerkt, dass ich hier im Nachbarland viel mehr Geduld für die Unannehmlichkeiten des täglichen Lebens aufbringe und einen Schritt zurücktreten kann.                                                                                

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Der lac des sapins lädt zu jeder Jahreszeit zum Spazierengehen ein. Aber besonders schön ist es, den Sommer dort zu genießen (Achtung: die Saison endet am 8. September!) Das größte Naturfreibad Europas, ein kleiner, kostenfreier Badestrand, Restaurants, Minigolf, diverse Outdoorangebote, Campingplätze, Chalets und Baumhäuser bieten einiges für Familien und Individualgäste – bis auf die Baumhäuser alles behindertengerecht.

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Lac des sapins im Beaujolais vert

 

 

Carpe diem in villa rustica

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Blick aus der Porticushalle

19.Oktober 2018

Noch bis 1.November ist das römische Freilichtmuseum, die villa rustica von Hechingen-Stein geöffnet, bevor es in die Winterpause geht. Mein Vormittag dort – unter fachkundiger Führung – war ein inspirierender Ausflug in die Geschichte Süddeutschlands, die vor knapp 2000 Jahren in der damaligen Provinz Raetia von den Römern geschrieben wurde. Sumelocenna, heute Rottenburg, ungefähr 15 Kilometer von der villa rustica, dem römischen Landgut entfernt, war damals ein wichtiges Verwaltungszentrum Roms und wurde erst vor wenigen Jahrzehnten beim Bau eines Parkhauses entdeckt und freigelegt. Die Römer bauten Straßen und Städte, Badeanlagen und Befestigungen und bauten ein Verwaltungswesen auf, das seinesgleichen sucht – bis aus dem Norden nach gut 200 Jahren ein Stamm der Germanen, die Alamannen, einfiel und alles in Schutt und Asche legte. Ich wandere im Geist zurück in diese Zeit und werde nachdenklich: Europa – ein einziger Schmelztiegel von Völkern und Kulturen, die sich gegenseitig befruchtet, aber auch zerstört haben. Das kulturelle Erbe der alten Römer wirkt nach.  Weiterlesen „Carpe diem in villa rustica“

Wangerland, Watt und Weite

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August/September 2018

Ein Kommen und Gehen das Meer mit seinen Gezeiten, das Land so flach wie die Flunder im Aquarium des Nationalpark-Museums in Minsen und prickelnde Champagnerluft : Das Wangerland am Wattenmeer war mein Feriendomizil am Ende dieses (für mich zu heißen) Sommers. Ich, der Klimaflüchtling, habe gut zwei Wochen das Meer bei Schillig und Horumersiel  genießen dürfen, den Rhythmus von Ebbe und Flut, eine immer wiederkehrende Veränderlichkeit. Das flache Land an der Nordseeküste mit seiner Weite, den unglaublichen Wolkenformationen und den freundlichen Menschen war für mich Erholung pur.

IMG_20180825_145903 (1)Foto: Ina Kummer

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Auf der Aussichtsterrasse des Bodensees

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Foto: Karin Walz

20.Juli 2018

Wer am Bodensee Urlaub macht und dem Trubel am schwäbischen Meer jetzt im Sommer mal einen Tag entfliehen möchte, dem empfehle ich, einen Ausflug nach Heiligenberg zu machen.

Die Aussichtsterrasse des Bodensees wird Heiligenberg auch genannt – auf knapp 800 Metern Höhe ein atemberaubender Blick auf den See und die Alpen. Und wenn der See nebenverhangen ist, hat der Ausblick auf die Wolkendecke oben auf der sonnigen Höhe etwas Mystisches. Das elegante Renaissance-Schloss, das im Besitz des Fürstenhauses Fürstenberg ist, wäre im dreißigjährigen Krieg fast von der abziehenden französischen Besatzung gesprengt worden. Heute sieht man die Trikolore gehisst, wenn Besuch aus Frankreich im Schloss ist. Das Fürstenhaus hat dort übrigens seinen Sommersitz.

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Ein Ausflug in die Welt der Philosphie

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Im Sophi-Park Bad Liebenzell: Deutsch-französisches Würfelobjekt bei der Station Aufklärung: paix-Frieden, liberté-Freiheit, amour-Liebe und joie-Freude steht auf dem bunten kleinen Würfel.

Hör mal rein: Heimat-Verliebt Podcast

22.Mai 2018

Einer meiner Lieblingsorte ist seit kurzem der Sophi-Park in Bad Liebenzell. Beim Spaziergang durch die poetisch-philosophische Parklandschaft kann man nicht nur die Seele baumeln lassen, sondern auch den Geist stärken, die frische gesunde Schwarzwaldluft schnuppern und sich an Mineralquellen erfrischen. Denn klare Gedanken und klares Wasser seien gut für Körper, Geist und Seele, so ist es hier zu lesen.

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Schwäbisches Hanami am Schönbuchrand

18.April 2018

Wenn die Japaner jetzt Hanami, das Kirschblütenfest feiern, kann das schwäbische Streuobstparadies durchaus mithalten.

Zwischen Herrenberg und Tübingen befindet sich nämlich die größte zusammenhängende Streuobstwiesenlandschaft Europas. Auf dem Panoramaweg zwischen Mönchberg und Kayh am Schönbuchtrauf geht einem jetzt im Frühling beim Spazierengehen regelrecht das Herz auf: der Blick aufs Ammertal und die Schwäbische Alb –  und zu Füßen liegt ein Blütenmeer. 1,5 Millionen Obstbäume – Kirsche, Apfel, Zwetschge und Birne – sind es insgesamt auf einer Fläche von 26.000 Hektar.

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Unterwegs in der Bremer Neustadt

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12.4.2018

Bremen, da denkt man zuerst einmal an das Rathaus und die berühmte Rolandstatue auf dem Marktplatz, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden sind. Nur wenige Straßenbahnstationen weiter (oder zu Fuß etwa 20 Minuten) beginnt die Bremer Neustadt, in der ich einige Tage bei einer Freundin verbracht habe. Ein links der Weser gelegenes Viertel, in dem sich nicht nur die Hachez – Schokoladenfabrik befindet, sondern viele hübsche Häuser, die in den 30er Jahren gebaut worden sind.

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Ostern im Krokusblütenparadies

Zavelstein1.April 2018

Zavelstein, die kleinste Stadt Deutschlands, ist wegen ihrer blau blühenden wilden Krokusblüte weithin bekannt. Jetzt im Frühjahr und zu Ostern flanieren hier scharenweise Touristen aus nah und fern, um die ersten Frühlingsstrahlen auf der idyllischen Hochfläche oberhalb Bad Teinachs zu genießen.

Wie die Krokusse auf die Wiesen des Städtchens kamen, darüber ranken sich einige Legenden. Bei einer Führung habe ich erfahren, das es wahrscheinlich der weitgereiste herzogliche Diplomat Benjamin Buwinghausen von Wallmerode war, der Samen der Sorte crocus neglectus aus Italien mitgebracht hat.  Der Hof- und Kriegsrat des Herzogs Friedrich I. von Württemberg war ein geschätzter Staatsmann und vor allem in diplomatischer Mission in Frankreich unterwegs. Er bekam die Burg Zavelstein (ursprünglich eine Stauferburg) im Jahr 1616 als Lehen für seine Verdienste. Wahrscheinlich ließ er die Krokuspflanzen zunächst im Schlossgarten anpflanzen, von wo aus sie sich in die Bauerngärten und Wiesen ausbreiteten.

 

Entschleunigung

Klostergang
Kloster Bebenhausen bei Tübingen

27.03.2018

Bald ist Ostern und gerade ist Fastenzeit. Die knapp sieben Wochen zwischen Aschermittwoch und Ostersonntag nutzen manche zu „Sieben Wochen ohne“: ohne Alkohol, ohne Schokolade, ohne Fleisch, ohne Smartphone. Ohne Smartphone? Nein, das habe ich mir ausgedacht. Bin zumindest noch niemandem begegnet, außer denen, die eh keins benutzen – und dazu gehöre ich. Und weil Fastenzeit ist, denke ich gerade ein bisschen über das nach, was sich reduzieren ließe. Auch für mich.

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