Gesund im Wald

Sankenbachsee im Nordschwarzwald

Waldbaden ist seit Jahren schon in aller Munde. Man muss aber nicht shinrin yoku, den Trend aus Japan und Korea bemühen, denn in Deutschland ist der Wald tief im kollektiven Bewusstsein verankert: das menschliche Dasein hat seinen Ursprung in den Wäldern, seit den Gebrüdern Grimm spielen fast alle Märchen im Wald, der Wald ist Metapher und Sehnsuchtsort. Es gibt viele Publikationen zum Thema Wald, Waldbaden und dem geheimen Leben der Bäume, nun ist der Wald auch in der Medizin, genauer: der naturheilkundlichen Medizin angekommen.
Immer mehr waldtherapeutische Ansätze (shinrin-ryoho) gibt es in Deutschland, wie auf dem naturheilkundlichen Ärzte-Kongress ZAEN in Freudenstadt mit dem Schwerpunkt Waldgesundheit zu erfahren war. Beim Thema Waldtherapie geht es im Gegensatz zum Waldbaden darum, Menschen, die psychisch oder physisch erkrankt sind, Genesung im Wald zu ermöglichen.

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Als ich Weihnachtsfreude holen ging

(Veröffentlicht am 23.12.2017 im Gäuboten)

Porträt einer Jahrhundertfrau

Als ich Tante Elli in der Vorweihnachtszeit anrufe, kommt sie gerade aus der Küche. „Ich habe mich durchgerungen, noch einmal Plätzchen gebacken“, stöhnt sie. Was für welche denn, frage ich, denn ich habe keine gebacken. „Ach, so quer durch den Garten: zusammengesetzte Mürbteigplätzchen mit gefüllter Marmelade in der Mitte, dann Zimtplätzchen für die Verdauung und Ingwerplätzchen für die Gesundheit. Und Vanillekipferl, die müssen immer sein“. Pariser Stangerl und diese Nussstangen mit Zitronenglasur habe sie nicht mehr geschafft. Die Backaktion, so höre ich raus, hat meine Tante total aus ihrer Balance gebracht: sie finde manche Rezepte nicht mehr, habe zittrige Hände und dauernd falle ihr was runter.

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Syrische Frauen genießen den Bodensee

Rafaa Haj Khalil hob spontan mit anderen syrischen Frauen auf dem Bodenseeschiff die deutsche Flagge hoch. Die 57-jährige studierte Arabischlehrerin und Verwaltungsdirektorin eines Krankenhauses in Aleppo lebt seit zwei Jahren im Kreis Böblingen und absolviert zur Zeit eine Maßnahme der Deutschen Angestellten Akademie (DAA) Böblingen, die sich Per-W, Perspektiven für geflüchtete Frauen, nennt. Ulrike Mössinger und Ingrid Kahlig, Dozentinnen bei der DAA, organisierten und begleiteten die Frauengruppe, die nach einem reichhaltigen arabischen Picknick am Bodenseeufer in Radolfzell gut gelaunt das Schiff bestieg. Im Anschluss ging es dann noch mit dem Baden-Württemberg-Ticket nach Konstanz, wo die Teilnehmerinnen unter der kundigen Anleitung der Überlinger Journalistin und Fotografin Karin Walz die historische Altstadt besichtigten. Nach einem Eis an der Uferpromenade nahe der Imperia ging es dann wieder zurück nach Böblingen. Das Programm gefiel den Frauen so gut, dass manche diesen Ausflug in Eigenregie mit ihren Familien in den Schulferien wiederholt haben.

„Gäubote v. 02.09.2017

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