Ahland, Pompele und Bogges

Zwei Ahlande am Rottenburger Marktplatz 2022

Dieses Jahr fand sie wieder statt, die Rottenburger Fasnet, wenn auch sehr verhalten. Angesichts Pandemie und Krieg in der Ukraine wurde entschieden, das Brauchtum mit gebührendem Respekt zu begehen, von ausgelassenen Feierlichkeiten und Narri Narro Rufen aber abzusehen. Fasnet und Freiheit gehören zusammen, meinte der Rottenburger OB Neher bei seiner Ansprache auf dem Marktplatz. Und da der Trubel und die Ablenkung nicht so groß waren wie sonst, konnte ich mir die Figuren der Rottenburger Fasnet mal etwas genauer zu Gemüte führen.

Die fastnächtliche Tradition reicht in Rottenburg bis zurück in den Anfang des 15. Jahrhunderts, sogar noch vor der Zeit, als Gräfin Mechthild und ihr Musenhof in der Stadt residierte. 

Weiterlesen „Ahland, Pompele und Bogges“

Neugierig bleiben!

Wie schön, der Text über diese Dame! Sie erinnert mich an meine Tante Elli, die 100 Jahre alt geworden ist. Viel Spaß beim Lesen! Ingrid
https://meine-streifzuege.com/2018/03/27/als-ich-weihnachtsfreude-holen-ging/

Wortlicht

Heute ist eine Frau gestorben, an der ich mir ein Beispiel nehmen möchte. Deswegen kommt hier für mich selbst und alle, die es auch lesen wollen, ein kleiner Nachruf auf eine bemerkenswerte Frau, die mit über 95 Jahren über Video-Call mit der Familie telefoniert hat, immer optimistisch in die Zukunft geschaut und in ihrer Freizeit am Tablet Karten gespielt hat.

Manche Menschen hören an einem bestimmten Punkt im Leben einfach auf, neue Dinge zu wagen – sei es einfach der Wille, zu lernen, neue Geräte zu bedienen oder noch weite Reisen an unbekannte Orte zu unternehmen. Und dann gibt es Menschen, die dran bleiben und weiterhin neugierig sind. Die sich einen neuen Freundeskreis schaffen, wenn die alten Freunde inzwischen gestorben sind. Die sich nicht übermäßig über das ärgern, was nicht mehr funktioniert wie früher, sondern sich über das freuen, was sie immer noch erleben dürfen. Die sich auch im hohen…

Ursprünglichen Post anzeigen 96 weitere Wörter

NOEL à Mulhouse

Weihnachtsmarkt in Mulhouse 2021 – im Hintergrund das Stoffmuseum

Wie schön, an der Grenze zu Frankreich, genauer gesagt, dem Elsaß zu leben. Mal einen Tag auf einem Weihnachtsmarkt schlendern, der noch dazu für alle offen ist. Einen Glühwein „Bim Hans“ trinken und auf der wunderbar illuminierten Place de la Réunion den Budenzauber mit kunstvoll gestalteten Handwerksartikeln aus der Region genießen.

Weiterlesen „NOEL à Mulhouse“

Herbstimpressionen

Santina und Elena vor dem Fenster der Weltreligionen auf dem Herrenberger Trauerweg


Die Farben des Herbstes aufnehmen und die Vergänglichkeit spüren auf dem Trauerweg des Herrenberger Waldfriedhofs. Installationen, Texte und der Herbst, der nach und nach seine Farben abgibt: die Schreibschwestern, eine interkulturelle Frauengruppe, lassen sich hier inspirieren. Spiegelungen, Fenster, entwurzelte Bäume, ein begehbares Labyrinth.

Im Jetzt sein – und das Davor und Danach nicht aus den Augen verlieren.

Weiterlesen „Herbstimpressionen“

Zeitreise in die Steinzeit

Pfahlbauten in Unteruhldingen

Wasser, Wind und Wellen, das Spiel der Elemente war für den Menschen der Steinzeit der blanke Kampf ums Überleben. In Unteruhldingen am Bodensee kann auf einem Zeitweg über 10.000 Jahre Geschichte das Leben in der Steinzeit und der späteren Bronzezeit erfahren werden: im ältesten Freilichtmuseum Deutschlands, das vor knapp hundert Jahren aus einer örtlichen Initiative entstanden ist und zum UNESCO Weltkulturerbe zählt.

Weiterlesen „Zeitreise in die Steinzeit“

Das neue Jahr startet mit einem Gewinn

 

messegewinn

17. Januar 2019

Welche Überraschung! Diese Woche war ich auf der CMT, der weltweit größten Publikumsmesse für Tourismus und Freizeit in Stuttgart und durfte prompt einen Gewinn mit nach Hause nehmen. Beim Quiz der DB, das ich jedes Jahr mit Andreas Kegreiß, Vorstandsmitglied von PRO BAHN Baden-Württemberg besuche, habe ich richtig geraten: Acht mal täglich fahren ICE und TGV von Stuttgart, München und Frankfurt nach Paris. Allerdings war mein Gewinn keine Fahrt in die Stadt der Liebe, sondern zwei Tagestickets für das Badeparadies Titisee. Obendrauf gabs auch noch Bahntickets im Wert von 40 Euro. Da Bahnfahren sowieso zu meinem liebsten Fortbewegungsmittel gehört, freue ich mich natürlich besonders darüber. Dieses Jahr möchte ich mal ein paar Tage ins Elsaß fahren und habe mich am französischen Stand gleich mit viel Material, auch für den Freundeskreis, eingedeckt. Weiterlesen „Das neue Jahr startet mit einem Gewinn“

Ein Wintertag im Beaujolais Vert

WinterCublizeTerassePaulett

 

Bin ich hier (linkes Bild) in Frankreich oder im Schwarzwald? In den Herbstferien habe ich meine Freundin Pascale im Beaujolais Vert, 65 Kilometer südwestlich von Lyon besucht. Der lac des sapins, der See der Tannen und sein Örtchen Cublize waren Ende Oktober komplett eingeschneit. Ein abrupter Wintereinbruch, angekündigt mit alerte orange, einer hohen Unwetterwarnung, 24 Stunden kein Strom, Bäume, die unter der schweren Last des Schnees zusammenbrachen, der Verkehr auf den Straßen ebenso. Am Abend des Schneegestöbers, kurz nach meiner Ankunft, haben wir es uns mit Kerzen im französischen Landhaus gemütlich gemacht und es mit einer c´est la vie Haltung hingenommen. Am nächsten Tag war Schneeschippen und Baumschnitt angesagt. Quelle surprise, welche Überraschung, als das Licht am Abend wieder anging und die Sonne am Nachmittag den Schnee schmelzen ließ (rechtes Bild)! Ich habe mal wieder gemerkt, dass ich hier im Nachbarland viel mehr Geduld für die Unannehmlichkeiten des täglichen Lebens aufbringe und einen Schritt zurücktreten kann.                                                                               

Weiterlesen „Ein Wintertag im Beaujolais Vert“

Wangerland, Watt und Weite

vpdq1350.jpg

August/September 2018

Ein Kommen und Gehen das Meer mit seinen Gezeiten, das Land so flach wie die Flunder im Aquarium des Nationalpark-Museums in Minsen und prickelnde Champagnerluft : Das Wangerland am Wattenmeer war mein Feriendomizil am Ende dieses (für mich zu heißen) Sommers. Ich, der Klimaflüchtling, habe gut zwei Wochen das Meer bei Schillig und Horumersiel  genießen dürfen, den Rhythmus von Ebbe und Flut, eine immer wiederkehrende Veränderlichkeit. Das flache Land an der Nordseeküste mit seiner Weite, den unglaublichen Wolkenformationen und den freundlichen Menschen war für mich Erholung pur.

IMG_20180825_145903 (1)

HECM4199

Auf der Aussichtsterrasse des Bodensees

Heiligenberg1

Foto: Karin Walz

20.Juli 2018

Wer am Bodensee Urlaub macht und dem Trubel am schwäbischen Meer jetzt im Sommer mal einen Tag entfliehen möchte, dem empfehle ich, einen Ausflug nach Heiligenberg zu machen.

Die Aussichtsterrasse des Bodensees wird Heiligenberg auch genannt – auf knapp 800 Metern Höhe ein atemberaubender Blick auf den See und die Alpen. Und wenn der See nebenverhangen ist, hat der Ausblick auf die Wolkendecke oben auf der sonnigen Höhe etwas Mystisches. Das elegante Renaissance-Schloss, das im Besitz des Fürstenhauses Fürstenberg ist, wäre im dreißigjährigen Krieg fast von der abziehenden französischen Besatzung gesprengt worden. Heute sieht man die Trikolore gehisst, wenn Besuch aus Frankreich im Schloss ist. Das Fürstenhaus hat dort übrigens seinen Sommersitz.

Weiterlesen „Auf der Aussichtsterrasse des Bodensees“

Unterwegs in der Bremer Neustadt

20180407_182213

12.4.2018

Bremen, da denkt man zuerst einmal an das Rathaus und die berühmte Rolandstatue auf dem Marktplatz, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden sind. Nur wenige Straßenbahnstationen weiter (oder zu Fuß etwa 20 Minuten) beginnt die Bremer Neustadt, in der ich einige Tage bei einer Freundin verbracht habe. Ein links der Weser gelegenes Viertel, in dem sich nicht nur die Hachez – Schokoladenfabrik befindet, sondern viele hübsche Häuser, die in den 30er Jahren gebaut worden sind.

Weiterlesen „Unterwegs in der Bremer Neustadt“