Ein Ausflug in die Welt der Philosphie

SophiePark
Im Sophi-Park Bad Liebenzell: Deutsch-französisches Würfelobjekt bei der Station Aufklärung: paix-Frieden, liberté-Freiheit, amour-Liebe und joie-Freude steht auf dem bunten kleinen Würfel.

Hör mal rein: Heimat-Verliebt Podcast Nr.45

22.Mai 2018

Einer meiner Lieblingsorte ist seit kurzem der Sophi-Park in Bad Liebenzell. Beim Spaziergang durch die poetisch-philosophische Parklandschaft kann man nicht nur die Seele baumeln lassen, sondern auch den Geist stärken, die frische gesunde Schwarzwaldluft schnuppern und sich an Mineralquellen erfrischen. Denn klare Gedanken und klares Wasser seien gut für Körper, Geist und Seele, so ist es hier zu lesen.

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Schwäbisches Hanami am Schönbuchrand

18.April 2018

Wenn die Japaner jetzt Hanami, das Kirschblütenfest feiern, kann das schwäbische Streuobstparadies durchaus mithalten.

Zwischen Herrenberg und Tübingen befindet sich nämlich die größte zusammenhängende Streuobstwiesenlandschaft Europas. Auf dem Panoramaweg zwischen Mönchberg und Kayh am Schönbuchtrauf geht einem jetzt im Frühling beim Spazierengehen regelrecht das Herz auf: der Blick aufs Ammertal und die Schwäbische Alb –  und zu Füßen liegt ein Blütenmeer. 1,5 Millionen Obstbäume – Kirsche, Apfel, Zwetschge und Birne – sind es insgesamt auf einer Fläche von 26.000 Hektar.

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Unterwegs in der Bremer Neustadt

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12.4.2018

Bremen, da denkt man zuerst einmal an das Rathaus und die berühmte Rolandstatue auf dem Marktplatz, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden sind. Nur wenige Straßenbahnstationen weiter (oder zu Fuß etwa 20 Minuten) beginnt die Bremer Neustadt, in der ich einige Tage bei einer Freundin verbracht habe. Ein links der Weser gelegenes Viertel, in dem sich nicht nur die Hachez – Schokoladenfabrik befindet, sondern viele hübsche Häuser, die in den 30er Jahren gebaut worden sind.

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Ostern im Krokusblütenparadies

Zavelstein1.April 2018

Zavelstein, die kleinste Stadt Deutschlands, ist wegen ihrer blau blühenden wilden Krokusblüte weithin bekannt. Jetzt im Frühjahr und zu Ostern flanieren hier scharenweise Touristen aus nah und fern, um die ersten Frühlingsstrahlen auf der idyllischen Hochfläche oberhalb Bad Teinachs zu genießen.

Wie die Krokusse auf die Wiesen des Städtchens kamen, darüber ranken sich einige Legenden. Bei einer Führung habe ich erfahren, das es wahrscheinlich der weitgereiste herzogliche Diplomat Benjamin Buwinghausen von Wallmerode war, der Samen der Sorte crocus neglectus aus Italien mitgebracht hat.  Der Hof- und Kriegsrat des Herzogs Friedrich I. von Württemberg war ein geschätzter Staatsmann und vor allem in diplomatischer Mission in Frankreich unterwegs. Er bekam die Burg Zavelstein (ursprünglich eine Stauferburg) im Jahr 1616 als Lehen für seine Verdienste. Wahrscheinlich ließ er die Krokuspflanzen zunächst im Schlossgarten anpflanzen, von wo aus sie sich in die Bauerngärten und Wiesen ausbreiteten.

 

Entschleunigung

Klostergang
Kloster Bebenhausen bei Tübingen

27.03.2018

Bald ist Ostern und gerade ist Fastenzeit. Die knapp sieben Wochen zwischen Aschermittwoch und Ostersonntag nutzen manche zu „Sieben Wochen ohne“: ohne Alkohol, ohne Schokolade, ohne Fleisch, ohne Smartphone. Ohne Smartphone? Nein, das habe ich mir ausgedacht. Bin zumindest noch niemandem begegnet, außer denen, die eh keins benutzen – und dazu gehöre ich. Und weil Fastenzeit ist, denke ich gerade ein bisschen über das nach, was sich reduzieren ließe. Auch für mich.

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Om Shanti im Allgäu

Allgaeu11.März 2018

Eisige, klirrende Kälte aus Sibirien hat Deutschland im Griff, minus 15 Grad. Ich fahre mit dem Zug ins Allgäu.

Ich schaue aus dem Fenster in die flache Landschaft vor Kempten. Das Feld ist schneeweiß. Da sehe ich in der kargen Landschaft einen Fuchs, der eine Pirouette in der Luft dreht und dann senkrecht mit der Schnauze nach unten in die Erde eintaucht. Es muss eine Maus sein oder ein Maulwurf. Die Menschen um mich herum starren wie gebannt auf ihre Mobiltelefone. Ich würde ihnen so gerne sagen, dass das Leben woanders spielt. 

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Als ich Weihnachtsfreude holen ging

Porträt einer Jahrhundertfrau

Als ich Tante Elli in der Vorweihnachtszeit anrufe, kommt sie gerade aus der Küche. „Ich habe mich durchgerungen, noch einmal Plätzchen gebacken“, stöhnt sie. Was für welche denn, frage ich, denn ich habe keine gebacken. „Ach, so quer durch den Garten: zusammengesetzte Mürbteigplätzchen mit gefüllter Marmelade in der Mitte, dann Zimtplätzchen für die Verdauung und Ingwerplätzchen für die Gesundheit. Und Vanillekipferl, die müssen immer sein“. Pariser Stangerl und diese Nussstangen mit Zitronenglasur habe sie nicht mehr geschafft. Die Backaktion, so höre ich raus, hat meine Tante total aus ihrer Balance gebracht: sie finde manche Rezepte nicht mehr, habe zittrige Hände und dauernd falle ihr was runter.

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Mon amie Pascale

moulin2017

(Dieser Text erhielt 2017 beim Schreibwettbewerb des Kreisseniorenrats Böblingen
zum Thema „Freundschaft“ den Sonderpreis der Tageszeitung Gäubote).

Endlos säumen Brombeersträucher links und rechts den Halbhöhenweg zwischen Amplepuis und Cublize. Die warme Septembersonne gibt den schwarzen Beeren die letzte Süße. Pascale pflückt mir die Schönsten und reicht sie mir. Wir essen uns an den Brombeerbüschen satt, die uns fast verschwenderisch ihre Genüsslichkeiten anbieten. An diesem schönen Spätsommertag tun wir das, was wir am liebsten zusammen tun: durch die Landschaft schlendern, spazieren gehen. Nicht walken, nicht wandern, nicht joggen. Ohne Rucksack, ohne Proviant. Gerade haben wir Paulette, Pascales Mutter einen Besuch auf ihrer herrlichen Terrasse abgestattet. Nächstes Jahr kennen wir uns 40 Jahre. Und es ist immer wie gestern, wenn wir uns ein Jahr nicht gesehen haben.

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Syrische Frauen genießen den Bodensee

Rafaa Haj Khalil hob spontan mit anderen syrischen Frauen auf dem Bodenseeschiff die deutsche Flagge hoch. Die 57-jährige studierte Arabischlehrerin und Verwaltungsdirektorin eines Krankenhauses in Aleppo lebt seit zwei Jahren im Kreis Böblingen und absolviert zur Zeit eine Maßnahme der Deutschen Angestellten Akademie (DAA) Böblingen, die sich Per-W, Perspektiven für geflüchtete Frauen, nennt. Ulrike Mössinger und Ingrid Kahlig, Dozentinnen bei der DAA, organisierten und begleiteten die Frauengruppe, die nach einem reichhaltigen arabischen Picknick am Bodenseeufer in Radolfzell gut gelaunt das Schiff bestieg. Im Anschluss ging es dann noch mit dem Baden-Württemberg-Ticket nach Konstanz, wo die Teilnehmerinnen unter der kundigen Anleitung der Überlinger Journalistin und Fotografin Karin Walz die historische Altstadt besichtigten. Nach einem Eis an der Uferpromenade nahe der Imperia ging es dann wieder zurück nach Böblingen. Das Programm gefiel den Frauen so gut, dass manche diesen Ausflug in Eigenregie mit ihren Familien in den Schulferien wiederholt haben.

„Gäubote v. 02.09.2017

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