Der Weg ist das Ziel: durch den Schönbuch nach Bebenhausen

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Letztes Jahr wurde 50 Jahre Naturpark Schönbuch gefeiert – auch ein Grund, mal wieder durch diesen wunderbaren Wald zu spazieren. Meine eigene größere Wanderung liegt allerdings nun auch schon drei Jahre zurück:

Nach einer ziemlich langen Zugfahrt quer durch Deutschland nach Hause habe ich beschlossen, am nächsten Morgen zu einer ausgedehnten Wanderung in den Naturpark Schönbuch zu starten, um meinen Gehapparat wieder in Schwung zu bringen. Nie wäre mir in  den Sinn gekommen, mich einer wie auch immer gearteten Wandervereinsgruppe anzuschließen mit dem Ziel, 23 Kilometer nach Bebenhausen bei Tübingen zu wandern. Aber eigentlich war auch nicht das Ziel in meinem Kopf. Eher der Weg als Ziel und vielleicht, so dachte ich, mache ich doch alles anders als geplant. Kein Druck, immer mit der Idee der spontanen Entscheidungsfreiheit. In meinem eigenen Rhythmus, mal schlendern, mal schneller, aber nie im Walking-Stechschritt, mal hie und da im schönen Goldersbachtal verweilen, mir die Schilder in die verschiedenen Richtungen zu Gemüte führen, das würde  mich ganz offen an eine so lange Strecke herangehen lassen. Ja, die Wegschilder in die verschiedenen Richtungen würden mir die Freiheit geben, vielleicht doch lieber einen Haken in eine andere Richtung zu schlagen. Wie der Hase, den ich im Frühjahr auf der Dachteler Heide durch eine gelbe Löwenzahnwiese springen sah.

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Schöne Aussichten im August

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Mehr Sommer geht nicht mehr. An manchen Tagen gehe ich diesen Weg von dem Ort, in dem ich wohne, nach Herrenberg, um den Blick auf die Schwäbische Alb und die Stiftskirche mit Schlossberg zu genießen. Dort oben läuft jetzt, im August, das Sommernachtskino und es scheint, als ob die Sonnenblumen auf dem Feld vor Kuppingen Teil der Zuschauergemeinde seien. Die Stiftskirche blickt derweil mit der Gelassenheit eines Buddhas in die Landschaft und hat die Wurmlinger Kapelle zwischen Tübingen und Rottenburg im Seitenblick. Die Glucke im Gäu wird sie auch genannt – zu Recht, wie ich meine. Der Aufstieg an der Kirche vorbei zum Schlossberg wird belohnt mit einer phantastischen Aussicht (bis Oktober hat auch das Schlossbergcafé geöffnet). Wer danach noch eine gute halbe Stunde weiter wandert und noch höher hinaus möchte, sieht den Naturpark und die Ausläufer des Schwarzwalds auf dem Schönbuchturm aus der Vogelperspektive.

Schönbuchturm Herrenberg
Schönbuchturm Herrenberg Foto: Minh Ong